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Die Enstehung der Ostsee - Teil 3 - Lebens- und Siedlungsraum

in Enstehung der Ostsee 04.03.2012 21:36
von Manuela HH • Mitglied | 871 Beiträge | 871 Punkte

Ostsee als Siedlungsraum

Schon vor 6000 Jahren lebten die ersten Siedler am Ufer der Ostsee.
Unterwasserarchäologen haben an mehreren Stellen ehemalige Siedlungsplätze aus der Steinzeit ausfindig gemacht.
Sie liegen heute zum Teil metertief unter Wasser und sind stumme Zeugen dramatischer Veränderungen im Bereich der südlichen Ostseeküste.
Etwa um das Jahr 700 waren es die Wikinger, die als geschickte Bootsbauer und kühne Segler dem Ostseeraum ein neues Gepräge gaben.
Die gefürchteten Piraten brachten von ihren Raubzügen nicht nur große Reichtümer mit nach Skandinavien, sondern schufen auch die ersten stabilen Handelsverbindungen im Ostseeraum.

Als der Wikingerhandel im 11. Jahrhundert seinen Höhepunkt erreicht hatte und sich ein Ende ihrer Vorherrschaft abzeichnete, waren es Kaufleute, unter anderem in Lübeck, die mit der Gründung der Hanse und einer gigantischen Handelsflotte, bestehend aus an die 1000 Koggen, dem Ostseehandel einen bis dahin ungeahnten Aufschwung bescherten.
Heute ist die Ostsee nach dem Ende des Kalten Krieges ein mitteleuropäischer Wirtschaftsraum, der durch zahlreiche Kultur-, Handels- und Wirtschaftsprojekte eng miteinander verzahnt ist.

Flora und Fauna im Lebensraum Ostsee

Während sich die Lebewesen in den Ozeanen sowie Flüssen und Seen über Jahrmillionen an ihren salzigen oder süßen Lebensraum anpassen konnten, gilt das nicht für die Organismen und Lebewesen in dem vergleichsweise jungen Brackwassermeer.
Folglich gibt es nur eine geringe Artenvielfalt in der Ostsee und kaum echte Brackwasserorganismen.
Die meisten sind eingewanderte marine Lebewesen, die sich im Laufe der Zeit dem salzärmeren Milieu angepasst haben.
Das führt auch dazu, dass die Anzahl der verschiedenen Arten in der Ostsee von West nach Ost abnimmt, je weiter der Salzgehalt sich verringert. Umgekehrt sind Süßwasserarten in diesen Regionen weniger vertreten.

Während Pflanzen in der Regel robuster auf Schwankungen im Salzgehalt reagieren, sind höhere Lebewesen sowohl hinsichtlich ihres Nahrungsaufkommens wie auch bei der Pflege ihrer Nachkommenschaft auf einen stabilen Salzgehalt und eine konstante Wassertemperatur angewiesen. Im Brackwasser der Ostsee leben viele Organismen deshalb im Grenzbereich.
Die regionalen und temporären Schwankungen im Salzwassergehalt haben dramatische Folgen für die Fischbestände. Verändern sich Salzgehalt und Temperatur des Wassers, so hat das gravierende Auswirkungen auf die Nachkommenschaft sowohl der Herings- wie auch der Dorschbestände.


*Die Rechtschreibfehler die ihr findet, dürft ihr behalten*
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